Der verschwundene Zwiebelrostbraten

Hoppala, jetzt ist er weg!

 

Ein bisschen Spass muss sein, dann kommt das Glück von ganz alleine. Doch wieviel

Spass erträgt unsere Gesellschaft? Sind wir schon zu ernst und verschlossen? Können

wir noch einen Kopfstand bzw. versuchen wir es überhaupt?

Wir in der Post wollen mehr. Mehr Risikofreude. Jeden Tag was Neues ausprobieren:

Es ist ungefähr ein Jahr her, da hatten wir einfach keine Lust mehr. Jeden Tag dasselbe

kochen. 365 Tage Wiener Schnitzel und Spätzle. Laaangweilig. Wo blieb da noch Raum

für Kreativität?

 

Zeit für einen Aufstand: Speisekarte umstellen.

 

Einfach so. Von heute auf morgen. Ok, die fünf Klassiker durften bleiben, aber sonst –

alles neu. Der Rest der Karte war ein Experiment für uns. Anders sein, anders kochen,

anderes anbieten. Freiheit empfinden in der Kartengestaltung.

Auf was haben wir heute Lust? Das was uns Freude bereitet, bieten wir auch gerne

unseren Gästen an. Spannend war das. Ist es noch. Und auch unbequem.

 

HOPPLA - jetzt ist er weg!

Plötzlich gab es lange Gesichter bei einigen Stammgästen: waren doch urplötzlich ihr

geliebter Zwiebelrostbraten und der Schweinsbraten auf der Karte verschwunden - eine

Unverschämtheit! Oder einfach eine Unbequemlichkeit? Denn ganz weg sind sie ja nicht.

Nur heute halt. Dafür stehen sie an einem anderen Tag wieder auf der Karte. Wann?

Überraschung!

 

Heute findest du Gerichte auf der Karte, die noch eine gewisse Wildheit und

Ursprünglichkeit mit sich bringen: wilder Spargel oder eckige Kartoffelgnocchis. Ja, wo

gibt’s denn sowas – eckige Gnocchis? Ist das überhaupt erlaubt? Was kümmert uns, was

woanders normal ist. Es gibt zu viel Normalität und zu wenig Kopfstände in der Küche

(und nicht nur dort). Zuviel für manch einen? Möglich. Doch wie schön ist es, einfach

mal wild zu sein, verrückt zu spielen und die Herausforderung der Veränderung

anzunehmen!

Das Feedback unserer Gäste ist zwiespältig – mache finden es total toll und sind

neugierig auf die neuen Gerichte und die andere Seite trauert noch der Vergangenheit

nach.

 

Wir sagen dazu: Traut euch was, wagt was Neues. Esst mal was anderes.

Wir sind für euch da:

Wir sind Freude!

Wir sind Aufstand!

Wir sind wir!

Und freuen uns für euch einen Kopfstand zu machen.

Autor: Kathi Tannheimer

04. Juni 2018

Der verschwundene Zwiebelrostbraten

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Alpengasthof zur Post GmbH