MEIN BERG = DEIN SPORTGERÄT

 

 

Sind wir Nomaden?

Ich laufe, ich weiß nicht wohin und wie lange, ich laufe einfach, mal schneller mal langsamer. Mal mach ich Pause, mal sehe ich viel, mal ein bisschen weniger. Doch immer bewusst, dass ich da bin wo ich bin.

 

Gestern war es wieder soweit und ich musste los. Lauter Zahlen, lauter Entscheidungen Ich bin mir bei manchem noch sehr unsicher, bei gewissen Dingen brauche ich noch die zündende Idee.

 

Der Pfad führt dich hin, wo auch immer er dich hinführt ...

 

Also packe ich eine Flasche Wasser ein, schau in den Himmel und laufe los. Ich sehe den Pfad, ich sehe die Blumen, ich sehe die Kräuter – ich lasse die Natur auf mich wirken und schon kommen die ersten Gedanken, die ersten Entscheidungen und dann frage ich den Pfad: „Was hältst du davon?“ und schon geht es los.

 

Ich sehe hier den Enzian, ich sehe da eine Wurzel – nicht gerade, nicht perfekt aber eine unglaubliche Kraft. Und schon habe ich wieder einen klaren Gedanken. Das geht so weiter, ich bleibe stehen, schaue die Ameisen an wie sie den Pfad säubern, es sieht aus wie Chaos, doch jeder weiß, was er tut. Der Geruch nach Minze und auch Kümmel führen mich wieder zu einem anderen Gedanken, der noch nicht geordnet ist. Ich halte inne, lass den Gedanken wirken und stelle eine Frage und schon kommt mir wieder eine Antwort. Wow – warum bin ich nicht von selbst drauf gekommen. Ich bedanke mich und gehe weiter...

 

Sei bereit für das was kommt...

Ich gehe hoch, ich sehe wie der Pfad gebaut wurde, wie viel Arbeit Menschen dort geleistet haben, damit ich hier entlanggehen kann. Steine sind lose, ich passe auf, Wurzeln quer über den Pfad. Wohin führen sie? Ich sehe den Baum, ich sehe die Latschen, ich sehe den Abhang, ich sehe das Tal. Wow, wie weit oben bin ich denn schon ... Ein Gedanke kommt, ich lasse ihn atmen, ich betrachte ihn und ich frage – ja die Antwort kommt sogleich. Ich bedanke mich und gehe weiter...

 

Auf einmal ist er da, der Gipfel ...

Nach den Almen, nach dem Wald, nach der Baumgrenze, nach dem steinigen Pfad. Bin ich oben, das Gipfelkreuz. WOW ich bin hier. Ich überlege: Wer hat das Kreuz hier befestigt? Wie schön ist die Aussicht. Ich bedanke mich, dass ich hier sein darf. Ich setze mich nieder und schaue mich um. Im Tal ist alles so klein, so nichtig, so winzig. Meine Gedanken sind geordnet, meine Entscheidungen sind getroffen. Ich bin dankbar. Ich sage: „Danke, lieber Pfad, danke lieber Berg, danke lieber Gipfel, dass ich da sein darf. Du hast mir erlaubt, dich zu genießen.“ Voller Ehrfurcht und Dankbarkeit gehe ich weiter.

 

Ich steige ab. Sehe den Pfad, sehe die Schönheit, sehe die Einzigartigkeit.

 

Dein Sportgerät

Ich sehe, wie du bei mir vorbeizischst. Du kamst aus dem Nichts. Und schon bist du wieder weg. Schaust auf die Uhr. Wie viele Höhenmeter hast du geschafft und in welcher Zeit. Puhh, heute war kein guter Tag. Die Leistung ist nicht die, die du dir erwartet hast. Du bist enttäuscht. Von dir, von dem Trail, vom Ziel. Während des Abstiegs überlegst du, welches Outfit dich vielleicht doch schneller machen wird. Es sind definitiv die Schuhe, hier gibt es sicher noch etwas Besseres. Oder doch die Jacke, es ist vielleicht ein Gramm zu viel. Nein, du musst mehr trainieren, mehr Höhenmeter in der Woche machen, mehr Gipfel, noch schneller werden. Und nicht vergessen, das perfekte Foto für die Instagram-Story, sonst war die Anstrengung ja völlig umsonst ...

 

GEHEN, LAUFEN mit RESPEKT!!

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